Die Shisha in der Malerei

Wie es mit allen Belangen des menschlichen Lebens ist, fand auch die Wasserpfeife Eingang in die Malerei. Besonders stark vertreten ist die Shisha in den Gemälden des Viktorianismus (1837-1901), als England eine mächtige Kolonialmacht war und die Engländer überall auf der Welt lebten und ihre Kultur verbreiteten. Sie übernahmen auch interessante Aspekte der einheimischen Kultur und machten diese somit weltweit bekannt.

"Die Haremsdienerin" von Paul Trouillebert (1874)
"Die Haremsdienerin" von Paul Trouillebert (1874)

Ein solches Beispiel war der Konsum der Wasserpfeife, auch wenn sie es zunächst schwer hatte, neben Pfeifen und Zigarren zu bestehen. Auch Gemälde, die Araber bei dem Genuss einer Wasserpfeife darstellten, erfreuten sich großer Beliebtheit und auch das etwas anrüchige Sujet des Harems war erst vollkommen mit einer Wasserpfeife. Im Folgenden ein paar der klassischen orientalisierenden Bilder.

Mehmet Ali Pascha
Mehmet Ali Pascha

Mehmet Ali Pascha (1827- 1878) beim Rauchen einer Wasserpfeife, während er das “Abschlachten” der Mameluken betrachtet, dass er selbst am 1. März 1811 angeordnet hat (aus: “The Discovery of the Nile”, Gianni Guadalupi, American University Press, 1997 White Star S.r.l. – Vercelli, Italy)

"the dream of the believe" unknown artist
"the dream of the believe" unknown artist

Der „Traum des Gläubigen“ von einem unbekannter Künstler zeigt einen interessanten Einblick in die durch den Konsum einr Shisha angeregten fantastischen Träume.

"the hookah lighter" by Jean-Leon Gerome (1898)
"the hookah lighter" by Jean-Leon Gerome (1898)

Jean-Léon Gérôme lebte von 1824 bis 1904 und war ein bekannter Historienmaler und Bildhauer. Sein Werk ist dem akademischen Klassizismus zuzurechnen. Er bevorzugte historische und mythische Themen. Einen wesentlichen Einfluss auf seine Malerei hatten eine Reise in die Türkei im Jahre 1854 und später eine Reise nach Ägypten 1857.

Europäer in Indien
Europäer in Indien

Aber auch bildhafte Zeugnisse des Alltags legen den Konsum der Wasserpfeife nahe. Es folgen zwei Beispiele aus Indien, nach Ansicht vieler Historiker der Ursprungsort der Wasserpfeife.

"a harem lady with her hands painted with henna holding a hookah" (1840)
"a harem lady with her hands painted with henna holding a hookah" (1840)

Aber nicht nur in den Kollonien gab man sich dem genüsslichen Shisharauchen hin, auch im Mutterland England gab es gemeinschaftliche Shisha-Runden, wie eine illustrierte Polizeinahcricht aus dem Jahr 1876 bestätigt.

"victorian gentlefolk enjoying afternnon tea"
"victorian gentlefolk enjoying afternnon tea"

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